Chronik des Vereins

Chronik des Vereins

1881

Den Hombergern liegt ihr Schlossberg schon immer am Herzen. Bürger finden sich im Verschönerungsverein zusammen, um den Berg zu einer parkähnlichen Anlage zu gestalten. Sie legen Wege und Treppen zur Burg an, errichten ein Gartenlokal und bauen Ruheplätze.

 

1936

Die Aufgaben des Verschönerungsvereins übernimmt die Burgberggemeinde. Ihr Ansinnen geht jedoch weiter: Unter der Leitung von Regierungsbaurat Dr. Georg Textor beginnen geschichtsbewusste Homberger, die Burg freizulegen. Die Ruine ist unter meterhohem Schutt, Bäumen und Sträuchern verborgen, nur Reste der Burg sind sichtbar. Man geht beim Freilegen nach alten Grundrissplänen vor, findet sehr schnell die Grundmauern, sichert sie und baut sie teilweise wieder auf.

 

1938 findet man den Brunnenrand. Zu Beginn des 2. Weltkrieges müssen die Arbeiten weitgehend eingestellt werden.

 

1947

Der Ausbau geht weiter. Stück für Stück der einst als uneinnehmbar geltenden Festung wird freigelegt. Die mächtigen Mauern des Palas, der Vorburg und des Brunnenhauses kommen ans Tageslicht. Ein eigens eingerichtetes Museum nimmt die wertvollen Grabungsfunde auf.

 

 

 

1952 beginnt man mit dem Bau des Burgturms, viele Homberger packen mit großer Begeisterung an, 1958 wird er fertiggestellt. Der Turm bietet einen phantastischen Blick in die Landschaft und wird zum Wahrzeichen der Stadt.

 

 

1984

Auf einem Erdhügel, der bei Forschungsgrabungen entstanden war, wachsen Pflanzen, die zunächst unbekannt sind. Es stellt sich heraus, dass Samen von Färberwau, Eselsdistel und anderen über 300 Jahre im Erdreich verborgen waren und ihre Keimfähigkeit erhalten hatten. Dies gibt den Anlass, einen Burgkräutergarten anzulegen.

 

1984

Die Nordmauer droht einzustürzen. Trotz unzureichender Finanzmittel startet der Verein sofort eine Rettungsaktion. Dank großzügiger Spenden kann ein neues Fundament geschaffen und die Mauer wieder aufgebaut werden.

 

1985

Die Homberger Bürgerin Paula Hölscher-Blaue überlässt der Burgberggemeinde aus ihrem Erbe einen Betrag von 100.000 DM, das Kapital wird in die Hohenburg-Stiftung eingebracht, die Erträge werden zur Erhaltung der Ruine eingesetzt.

 

1986

Die Bühne in der Vorburg wird großartige Kulisse für die Veranstaltungen der Sommerbühne und für die Gottesdienste der Homberger Kirchengemeinden am Himmelfahrtstag.

 

1999

Der Burgturm wird zur überdimensionalen Kerze in der Adventszeit.

 

1997

Nach jahrelangen Verhandlungen und Planungen startet die Ausgrabung des Burgbrunnens. Brunnenspezialist Dr. Rainer Nier-Glück fährt 1.566 mal in die Tiefe und holt das Füllmaterial nach oben. Helfer sortieren Funde und protokollieren Daten. Der Brunnen ist am 20.7.2001 vollständig ausgeräumt. Er ist mit seiner Tiefe von 150 m, seiner kompletten Ausmauerung und seiner Basalt-Geologie ein weltweit einmaliges Bauwerk. Die wissenschaftliche Auswertung der Funde übernimmt Marius Kröner vom Archäologischen Institut der Universität  Bamberg. Die Ergebnisse sind in seiner Magisterarbeit zusammengefasst.

 

2011

Das Hohenburgmuseum wird in der Freiheiter Straße 26 anlässlich der 75-Jahrfeier des Vereins im Oktober eingeweiht.

 

2014

MA Marius Kröner von der Universität Bamberg führt im Festungsbereich der Vorburg eine Lehrgrabung durch.

 

2017

Am 15.9.2017 verstirbt der Ehrenvorsitzende der Burgberggemeinde Homberg, Heinz Hause. Er leitete den Verein 34 Jahre . Er war verantwortlich und Motor für wichtige Ereignisse bei Erforschung, Ausbau

und Erhalt der Burg. Die Ausgrabung des 150 m tiefen Burgbrunnens wird als sein Werk stets in Erinnerung bleiben.

 

2019

Am 15.3.2019 wird das HohenburgMuseum am Marktplatz 16 in der ehemaligen Engelapotheke wieder in Betrieb genommen. Die Ausstellung musste zwischengelagert werden, weil das alte Quartier den Besitzer wechselte.

 

Museum am Marktplatz